Angelikawurzel - Angelica archangelica



Heilen mit Schwedenkräutern

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Die Angelika ist eine große Doldenpflanze. Sie wird auch Engelwurz genannt, was auf ihre bedeutende Wirkung in der Heilkunde hinweist.

Eine besondere Eigenschaft der Angelika ist die Tatsache, dass sie in Nordeuropa heimisch ist. Im Mittelmeerraum findet man sie vergeblich. Dadurch macht die Angelika die Schwedenkräuter auch zu einer echt schwedischen Mischung. In einer antiken Kräutermischung aus der Mittelmeergegend hätte man keine Angelika verwendet.

Obwohl die Angelika nicht in der Heimat der antiken Pflanzenheilkunde vorkommt, fand sie einen prominenten Platz in den mittelalterlichen Klostergärten, denn ihre Heilfähigkeiten sind nicht nur stark, sondern auch vielseitig.

Von der Angelika werden vor allem die Wurzel verwendet, aber auch die Samen wirken heilkräftig. Die Stängel der großen Angelika-Pflanze werden gerne zu einem Konfekt verarbeitet.

Anwendungsgebiete

Mit den Anwendungsmöglichkeiten der Angelika könnte man ein ganzes Buch füllen, so vielseitig ist sie.

Daher können hier nur die wichtigsten Anwendungsgebiete der Angelika aufgeführt werden:

·         Verdauungsschwäche, Appetitlosigkeit

·         Erkältungskrankheiten, Husten

·         Kreislaufschwäche

·         Frauenbeschwerden

·         Migräne

·         Hautprobleme

 

Aus Angelikawurzeln und Samen kann man Tee oder Tinktur zubereiten und bei Bedarf oder drei Mal täglich zu sich nehmen.

Da die Angelikawurzel so eine intensive Wirkung hat, kann sie bei Überdosierung auch Nebenwirkungen auslösen.

Aufgabe in den Schwedenkräutern

Die Angelika allein könnte schon einen Großteil der Wirkungen übernehmen, für die man die Schwedenkräuter einsetzt.

Folgende Wirkungen der Angelika sind besonders wichtig für die Schwedenkräuter:

·         verdauungsfördernd

·         angstlösend

·         anregend

·         antiseptisch

·         beruhigend

·         kraftspendend (tonisierend)

·         krampflösend

·         schleimlösend

·         wundheilend

Wichtige Inhaltstoffe

Ihre intensive Wirkung hat die Angelika zahlreichen Inhaltstoffen zu verdanken:

·         Ätherisches Öl

·         Angelikasäure, Angelicin, Archinin, Baldriansäure

·         Xanthotoxin, Imperatorin, Umbelliferon

·         Bitterstoffe, Cumarine

Pflanzenbeschreibung

Die Angelika ist in Nordeuropa heimisch. In Mitteleuropa findet man sie fast ausschließlich in Gärten.

Sie gehört zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae), zu der auch sehr viele andere bekannte Pflanzen gehören, wie beispielsweise Karotten, Fenchel, Meisterwurz aber auch der giftige Schierling.

Die Angelika ist eine zwei- oder mehrjährige Pflanze. Im ersten Jahr bildet sie Blätter am Boden aus und im zweiten Jahr wächst sie hoch und blüht. Im blühenden Zustand wird die Angelika bis zu 2 m hoch.

Wie andere Doldenblütler bestehen ihre Blüten aus Dolden, die bei der Angelika eher rund als flach sind.




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